Sonntag, 11. August 2013

Die TOP Listen

Was macht man, wenn alles vorbei ist? Die TOPs (und Flops) Revue passieren lassen. So haben wir gemeinsam unsere persönlichen Highlights zusammengetragen und bewertet.

TOP Tour Highlights

1.) Cinque Torri mit Abfahrt nach Calcuc (3 Stimmen)
2.) Auffahrt durch das Val Venegia (2 Stimmen)
3.) Abfahrt vom Col Margherita und Auffahrt vom Schlegeisstausee zum Pfitscher Joch (je 1 Stimme)

TOP Hotels

Micha und Carsten: Hotel Paladin in San Martino di Castrozza

Lutz: Hotel zum Löwen in Rodeneck

TOP Wäscheservice

Einstimmig: Hotel Breitlahner im Zillertal. Wir: "Was kostet das Waschen??" Hotel: "Gebt's der Rosi 5 Euro, dann freut sie sich!"

Der absolute Flop in Bezug auf das Waschen unserer Trikots erlebten wir in St. Kassian im Hotel Conturines Posta. Dort verlangte man 52 Euro von uns. Erst durch Nachverhandeln erstattete man uns 20 Euro. Immer noch ein rip-off!

TOP Essen

Carsten und Lutz:
Rifugio Averau auf dem Cinque Torri. Das Essen dort war wirklich feine Küche obwohl das eine Berghütte war. Wir aßen: Ravioli mit Rote Beete Füllung, Grüne Tortellini mit Walnuss und Tomaten, gemischter Salat.

Micha: Hotel zum Löwen in Rodeneck. Ein privat geführtes Hotel mit engagiertem Küchenchef, der mit seinen Gästen schon mal Tischtennis spielt. Wir aßen: Tagliatelle con Ragu, Rindsbäckchen mit Kroketten, Minzsorbet.

Sonderpreis der Jury: Nachtisch im Hotel Alleghe (im Wesentlichen aber weil die Bedienung so nett war) :-)

Rückweg und Nachtrag

Nach einem Rücktransport, der trotz einer Ferienwoche in Italien, schneller klappte als erwartet, sind wir gegen 13:30 zurück am Parkplatz in Mittenwald.

SCHWEINE FLIEHT AUF DIE BÄUME!




Lutz und Carsten haben ihren Metabolismus noch nicht zurückgeschraubt.

Samstag, 10. August 2013

Stadtfest in Asolo





Extra für uns feiert Asolo das Stadtfest dieses Jahr am Tag unserer Zielankunft. Das heißt: Altstadt gesperrt, Voucher mit 2x 19 Gutscheinen für kleines Essen von Vorspeise bis Dessert und Getränke. Das Fest heißt: Calici di Stelle.



Lutz und Carsten nach dem Espresso!


Zusammenfassung Tag 8

Etappe 8 von Arsiè / Rocca zum Monte Grappa (Asolo)
La grande finale.
Die Fakten:
Gefahrene Strecke: 54,4 km
Aufstieg gesamt: 1635 m
Max. Höhe: 1773 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 9,8 km/h
Zeit im Sattel: 5:22 h
Stationen: Arsiè (Ortsteil Rocca), Rif. Forcelletto, Ca' Tasson, Gipfel Monte Grappa / Rif. Bassano, Madonna del Covolo, Asolo

Und hier das Höhenprofil:




Die Details findet ihr wie immer bei GPSies.

Von Mensch und Material

Auf den letzten vier Touren hatte ich immer Ersatzbeläge für meine Scheibenbremsen dabei. Immer habe ich sie brav über die Berge getragen und nie habe ich sie gebraucht. Daher sind sie dieses Mal zu Hause geblieben. Das war leider eine falsche Entscheidung. Bei der letzten Abfahrt vom Monte Grappa hat bei der Hinterradbremse Metall auf Metall gebremst. Die Bremswirkung war dementsprechend.

Carsten hatte vorsichtshalber in Mittenwald noch ein paar Bremsbeläge gekauft, die er tatsächlich auch brauchte und am vorletzten Tag eingebaut hat.

Platte Reifen mussten wir auch flicken. Insgesamt viermal (Micha 3x, Carsten 1x).

Die Probleme mit dem Umwerfer, die schon in Mittenwald auftraten, haben wir einer mangelhaften Inspektion im Vorfeld zur Tour zugeschrieben.

Ansonsten gab es keine weiteren Probleme mit dem Material. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, welcher Belastung ein Rad ausgesetzt ist, wenn es mit 40kmh einen Schotterdownhill heruntergejagt wird.

Nun die Berichte der medizinischen Abteilung:
Punkt. Das war's eigentlich. Alles Bagatellen. Kein Sturz, keine Erkältung, nur ein paar nicht erwähnenswerte Zipperlein, ein paar blaue Flecken an den Unterschenkeln von den beim flotten Downhill dagegenspratzenden Schottersteinen. Noch nicht einmal Carstens Zeckenbiss hat sich zu einer vernünftigen Borrelliose entwickelt.

Unterm Strich muss also resümiert werden, dass Mensch und Material hervorragend gehalten haben.

Wir sind angekommen






Ca. 18:00 Uhr sind wir heil und gesund in einem Vorort von Asolo in unserer Pension B&B Al Lauro angekommen.
Frisch geduscht geht es jetzt nach Asolo, wo zu unseren Ehren extra ein Fest gefeiert wird (oder haben wir da etwas falsch verstanden?).

Anyway, jetzt wird gefeiert.

Dankenswerterweise nehmen uns unsere Vermieter im Auto mit.




Die 152 Kehren hinab vom Monte Grappa

Der Einstieg zum Downhill ist schnell gefunden und auf unzähligen Schotterserpentinen geht es in Richtung Asolo.





.

Auf dem Monte Grappa










Geschafft. Die letzten Höhenmeter der Via Migra sind gemacht, der Monte Grappa erklommen. Ein würdiger Abschluss der Tour, wie ich finde. Es kommen Erinnerungen an den Tremalzo der 2005er Tour auf, wo wir auch nach einem langen Aufstieg mit dem Blick auf den knapp 2000 Hm tiefer liegenden Gardasee belohnt wurden. Ähnlich ist es hier. Vom Monte Grappa können wir weit ins italienische Flachland hineinschauen.
Der Monte Grappa hat eine bewegte Geschichte im ersten Weltkrieg und unter Mussolini wurde dann ein gewaltiges Monument zur Erinnerung an die über 20.000 dort gefallenen Soldaten errichtet.


Bevor es auf die Abfahrt geht, besichtigen wir das Monument und trinken noch einen Espresso.






Andy, die 3.

[ Was bisher geschah:
:: Donnerstag: Andy verweigert die Seilbahn am Passo San Pellegrino und trägt sein Bike zum Col Margherita hoch. "Die schwarze Skipiste war meine Rettung.."
:: Freitag: Auf der Waldautobahn nach Gobbera verliert Andy den Anschluss an seine Truppe, hat einen Platten, aber kein Flickzeug und einen Ersatzschlauch mit falschem Ventil. ]

Auch heute treffen wir mehrfach auf die Thüringer. Als erster kommt Andy aus dem Waldaufstieg hinter uns her gehetzt, ein Kraft- und Ausdauerpaket, triefend und tropfend: vom Rest seiner Truppe nichts zu sehen und er muß warten ("weiß den Weg nicht").

Wir starten in die Asphaltpassage bis Refugio Forcelletto, wo uns die gesamte Truppe nach der Mittagspause trifft.

Und schließlich gibt's oben auf dem Monte Grappa ein Wiedersehen, verspätet, denn Andy war im Kampf: Mann gegen Berg, Schaltauge gegen Felsblock, heroisches Schaltauge spaltet den Stein, aber welch Pyrrhussieg. Es verliert Form, Funktion und Stellung - und muss ersetzt werden.



Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Andy aus Thüringen, unser persönlicher Held der Via Migra 2013 !

Kurz vor'm Gipfel




Nur noch wenige Höhenmeter bis zum Gipfel des Monte Grappa. Der alte Militärweg "Ca' Tesson" aus dem 1. WK spuckt uns auf einmal an der Südseite des Berges mit Blick auf die Ebene von Venezien aus und man sieht: hier sind die Alpen zu Ende.

Auf zum Monte Grappa

Start in den letzten Tag. Vom Lago del Corlo aus nehmen wir die 1600 Hm Auffahrt zum Gipfel des Monte Grappa in Angriff.







Position:Via dei Martiri,Arsiè,Italien

Freitag, 9. August 2013

Zusammenfassung Tag 7

Etappe 7 von San Martino di Castrozza nach Rocca
Während unseres Frühstücks gewittert und regnet es leicht in San Martino. Aber als wir kurz nach 9 Uhr starten, ist alles schon wieder getrocknet.

Zunächst geht es auf einer Schotter-Waldautobahn stramm Richtung Süden. Es fühlt sich an wie im Harz, würde nicht hin und wieder die Pallagruppe der Dolomiten durch die Bäume zu bewundern sein.

Damit es bis Gobbera nicht ganz langweilig wird, sieht unser Guidebook ein paar Singletrails vor, die manchmal überraschend abzweigen und auch aufgrund des überwucherten Untergrunds nicht ganz einfach zu fahren sind.
Weitere Highlights bis Gobbera sind die mehrfachen Begegnungen mit der Mountainbike-Truppe aus Thüringen (s. gestern) und unsere zweite Pfadfindertat dieser Tour, als wir dem Andy aus Thüringen helfen sein Rad zu flicken.

Und: Micha hat einen (ersten) Platten.

Mittagessen in Gobbera: leckere Spaghetti Pomodoro, obwohl es lt. Guidebook dort nur Panini geben dürfte.

Gut gestärkt gehen wir den 500 Hm Anstieg zum Monte Totoga an - und machen punktuell vom Angebot des Guidebook-Autors Ralf Glaser Gebrauch, ihn für die steile Schiebepassage zu verfluchen...

Nach gut 1 1/2 Stunden Aufstieg und -fahrt kommen wir am Gipfel an. Obligate Besichtigung der Festungsanlagen aus den 1. Weltkrieg.

Carsten muss vorne neue Bremsbelege montieren - die alten sind runtergefahren. Denn anschließend geht es in 48 Schotterkehren ins Tal des Flusses Torrente Cismon (Micha hat einen zweiten Platten) und weiter über Asphaltstraße an Arsiè vorbei nach Rocca zu unserer Albergo Parigi.

Die Fakten:
Gefahrene Strecke: 62,6 km
Aufstieg gesamt: 1247 Hm (Messfehler?? Glaser gibt 1400 Hm an)
Max. Höhe: 1597 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 12,4 km/h
Zeit im Sattel: 5 h
Stationen: San Martino di Castrozza, Gobbera, Monte Totoga, Rocca am Lago del Corlo.

Unser heutiges Höhenprofil:

Track bei GPSies

Die 48 Kehren von Totoga

Die Abfahrt von der alten Festung ging auf einer alten Militärstrasse, die sich über 12 km durch 48 Kehren zu Tal schlängelt. Auf dem Weg nach unten war ich froh, nicht auf diesem Weg nach oben gefahren zu sein...


YouTube Video


YouTube Video


Nach ungefähr der Hälfte der Kehren müsste mal wieder ein Reifen geflickt werden, der auf dem groben Schotter kaputt ging. Und in Kehre 9 mussten wir dann doch noch einmal Regenklamotten anziehen, weil uns die Ausläufer eines Gewitter erwischten.
Kurz darauf hatten wir die Talstrasse erreicht und 1200 hm potentielle Energie in kinetische umgewandelt!

Mittag in Gobbera und Aufstieg nach Totoga

Auf dem Weg nach Gobbera haben wir uns noch einen Müsliriegel reingezogen, da Glaser in seinem Buch schrieb, dass es auf dieser Etappe keine Möglichkeit zur Einkehr gibt.
In Gobbera angekommen, sehen wir als erstes, wie die Thüringer beim Mittagessen entspannt am Tisch saßen.

Unser Zögern fiel relativ kurz aus und der Entschluss war gefasst auch dort einzukehren.
Daraufhin folgte der 600hm Anstieg nach Totoga, wo sich eine alte Festung aus dem ersten Weltkrieg befindet. In der Tourenbeschreibung schreibt der Autor, dass ihn seine Leserschaft für diesen Schiebeanstieg verfluchen werde, was ich hiermit tue!!!








Nach knapp 90min waren wir wiedereinmal komplett nass geschwitzt oben und staunten nicht schlecht über die alte Festung, die komplett in den Fels gehauen war.








Nach einer kurzen Besichtigung der Festung legten wir einen Zwischenstop zum Bremsbelagwechseln ein. Dann ging es an die Abfahrt.

Waldautobahn bis Gobbera






Die avisierte Wald"Autobahn" erwies sich zähflüssiger als gedacht. Bot aber ab und zu Ausblicke auf die gegenüberliegende Bergwand.








Ein komischer Tag! Wir trafen an einer Wasserstelle die 6 Thüringer vom Vortag wieder, quatschten ein wenig, z.B. hatten sie keine Pannen bisher. Wir ließen ihnen den Vortritt (jünger und schneller). Wenig später holten wir einen von ihnen wieder ein: Andy. Allein, von seiner Gruppe aufgegeben, jetzt mit einem Platten und ohne Luftpumpe. Wollte er jetzt sein Bike hinterhertragen? (Er hat Erfahrung im Biketragen, wie wir am Vortag aus der Gondel beobachten konnten.)
Da er ohne seinen Versorgungstross war, halfen wir ihm ("habe noch nie einen Schlauch gewechselt"). Er hat allerdings so gewichtsreduzierte Schläuche, dass uns das Flicken nicht gelang und ich meinen Ersatzschlauch spendierte. Danke und Ranfahren an die Gruppe und einen Schlauch als Ersatz für meinen.

Und hier ein Foto der Truppe aus Thüringen:



Auf geht's weiter - und wenig später bleibe ich mit einem Platten liegen und muß den Neuen gleich einsetzen.



Keine 10min später auf der recht haarigen Abfahrt mit Schiebepassagen nach Gobbera wird mir mein Garmin (Navigation) von einem tiefhängenden Ast trotz Sicherung vom Lenker gerissen und purzelt weit den Hang runter. Zusätzliche Höhenmeter und blöde Sucherei.
Plötzlich fängt es an zu regnen. Das sitzen wir hinter einer Waldhütte aus, können auch bald wieder los. Allerdings knallt sich Carsten sein Fahrrad beim Ausparken unglücklich aufs Knie.
Wir sind froh, wenige Meter später in Gobbera zu sein.

Regenstart in San Martino

Schon in der Nacht haben sich einige Gewitter über San Martino entladen. So stellte sich die Frage, ob wir in Regenklamotten starten sollten oder nicht. Darüber haben wir nach dem Frühstück eine intensive Kontemplationsphase auf dem Bett folgen lassen, bis der Regen aufgegeben hatte. Schnell das Hotel bezahlt und los.







Donnerstag, 8. August 2013

Zusammenfassung Tag 6

Etappe 6 von Alleghe nach San Martino di Castrozza
Ein in jeder Hinsicht großartiger Tag. Der gar nicht so anfing. Einer von uns fühlte sich nämlich etwas unpässlich - und spielte schon mit dem Gedanken, die Etappe im Team-Bus von ALPS Biketours, die auch bei uns im Hotel abgestiegen waren, zu überbrücken. Eine Menge Überredungskünste und eine Immodium später haben wir uns dann doch erstmal zu dritt auf den Weg gemacht und die Entscheidung, wie wir den Tag gestalten, auf Falcade verlegt, wo wir uns zwischen einer leichteren und einer schwereren Variante entscheiden konnten.


Die 400 Hm von Alleghe nach Falcade waren schnell zurückgelegt. Der Weg führte über die alte, mittlerweile für den Autoverkehr gesperrte Talstraße (zumindest theoretisch gesperrt: ein paar Autos gurkten da noch rum) und die Strada Mulan, lt. Herrn Glaser schon im Mittelalter eine wichtige Handelsroute und heute eine Schotterstraße, an deren Wegesrand die Kreuzigungsstationen von Jesus Christus in Bronzegüssen dargestellt sind.


Zwischenzeitlich suchte ein einzelner Mountainbiker aus GAP bei uns Anschluss, schlug dann aber ab Falcade einen anderen Weg ein.


In Falcade fühlten wir uns alle gut. Und damit fiel schnell die Entscheidung für die schwerere Variante über die Passstraße zum Passo San Pellegrino (nochmal 700 Hm).


Nach kurzer Mittagspause am Pass Auffahrt mit der Seilbahn zum Col Margherita. Und von dort vor der Kulisse des Marmolada eine Traumabfahrt zum Passo Valles.


Aufstieg durch das Val Venegia mit kleinem Wettrennen mit zwei ital. MTB-Fahrern bis zur Hütte
Baita Segantini. Und von dort über die Serpentinenstraße in unseren Zielort San Martino di Castrozza.


Im Hotel Paladin nach kurzem Saunagang ein extrem leckeres Abendessen und - anlässlich des unverhofft guten Verlaufs des Tages und weil es kein alkoholfreies Bier gab - eine erste Flasche Rotwein, mithin der erste Alkohol überhaupt auf dieser Tour.


Die Fakten:
Gefahrene Strecke: 60 km (ohne Seilbahn)
Aufstieg gesamt: 1700 Hm (ohne Seilbahn)
Max. Höhe: 2499 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 11,7 km/h
Zeit im Sattel: 5 h


Stationen: Alleghe, Canale d'Agordo, Falcade, Passo Pellegrino, Col Margherita, Passo Valles, Val Venegia, Malga Venegiata, Baita Segantini, Passo di Rolle, San Martino di Castrozza.


Das heutige Höhenprofil:

Weitere Details bei GPSies.

Ankunft im Hotel Paladin

Bei der letzten Abfahrt des Tages vom Passo di Rolle nach San Martino di Castrozza entschieden wir uns für die Teervariante, denn wir wollten das Hotel Paladin nun schnell erreichen, um vor dem Abendessen noch einen Saunagang absolvieren zu können. Wie immer wurden wir nett empfangen, obwohl das wegen des zunehmend strengen Geruchs unserer Kleidung (Waschen hilft da nicht mehr viel, da die Rucksäcke maßgeblich zum Odeur beitragen) sehr verwundert.
Wir bekamen eine Minisuite mit zwei Schlafzimmern, die beide einen Zugang auf eine große Terrasse haben, von der man einen tollen Blick auf das Bergmassiv hat.




Position:Via Laghetto,San Martino di Castrozza,Italien

Ausscheidungsrennen zur Baita Segantini

In schneller Fahrt geht's auf der Straße vom Passo di Valles hinab, nur unterbrochen von 2 Straßenbaustellen. Lutz Umwerfer bockt immer wieder und schmeißt die Kette ab. So in der 1. Baustelle gleich geschehen, Lutz fährt weiter mit "Kette draußen auf Pedal" und nutzt die Zwangspause zum Einlegen.
Der Einstieg zum Valle Venegia ist mit Autos und Ausflüglern verstopft. Warum? Es beginnt ein 7km langer Panoramaweg der Extraklasse: steile Bergzinnen auf der linken Seite, ein klarer Gebirgsbach auf der rechten laden dazu ein.








Leider stellen sich die 500hm zur Baita Segatini als relativ giftig dar. Bei weitem nicht so steil wie der Vormittag, aber loser Schotter zehrt an den Kräften. Zunächst fährt man unterhalb der Baumgrenze und findet auf halben Weg einen wunderschönen Berggasthof.








Dann steigt der Weg etwas stärker (noch stärker) an und findet scheinbar kein Ende.




Am Berggasthof haben uns 2 italienische Mountainbiker eingeholt und zunächst überholt. Ein langes Rennen beginnt (auf dem Niveau von Schnecken 6-7kmh). Wir schrauben uns kontinuierlich den Berg rauf: Kehre um Kehre.




Aber dieses Rennen hilft uns den Berg rauf und wir schlagen vor den Beiden auf. Nicht schlecht! Oder?
Eine kleine Aufwärmpause mit Espresso und Co. ist die Belohnung. Inzwischen hat es sich deutlich zugezogen und ist merklich kälter geworden. Im Wind oben frieren wir sofort.


Abfahrt vom Col Margherita

Jetzt kam die Belohnung für den ersten langen Aufstieg der Etappe: Die Abfahrt vom 2.509m hohen Col Margherita. Zunächst einmal wurde kleidungsmäßig mächtig aufgerüstet, denn dort oben hatte es nur noch 17 Grad und es blies ein kräftiger Wind. Die Abfahrt ging einen groben Schotterweg hinunter, immer im Angesicht der Südwand des Marmolada Massivs, des höchsten Bergs der Dolomiten.








Leider viel zu schnell schmolzen die 500 hm zusammen und wir erreichten den Passo Valles.

Am Col Margherita

Um 14 Uhr beendet die Seilbahn am Passo Pellegrino ihre Mittagspause - die Wartezeit von 12:45 bis dahin hatten wir mit unserem Mittagessen sinnvoll überbrückt.
Am Eingang zur Seilbahn treffen wir noch drei Biker aus Thüringen. Die sind ebenfalls auf der Via Migra unterwegs. Zwei aus ihrer Gruppe haben ab Falcade den direkten und weniger anstrengenden Weg mit Lift zum Passo Valles genommen.




Ein sechstes Gruppenmitglied wollte die Mittagspause der Seilbahn nicht abwarten und hat sich allein an den Aufstieg gemacht. Später werden wir ihn aus der Gondel sehen, wie er sein Bike den Hang hochträgt - und seine Kumpels werden am Passo Valles bei einem seeehr ausgedehnten Mittagessen lange auf ihn warten müssen...
Zurück zu uns. Die Auffahrt mit der Gondel kostet 7 € pro Nase, das Mountainbike ist umsonst. Die Gondel ist riesig, es könnten auch locker 20 Biker mitfahren.
In wenigen Minuten katapultiert uns die Seilbahn 620 Höhenmeter hoch auf 2509 m, auf den Col Margharita. Von dort "Monster-Rundumblick" (Glaser)!